Erfahrungsbericht Auswahl Friedrich-Ebert-Stiftung

Dies ist ein Erfahrungsbericht eines Stipendiaten der Friedrich-Ebert-Stiftung.

Hier will ich euch ein bisschen etwas über die Bewerbung um ein Stipendium bei der Friedrich-Ebert-Stiftung berichten, welche auch mehrstufig abläuft.

Erste Hürde

Wenn man sich über die Bewerbungstermine informieren möchte und darüber, was man bei der schriftlichen Bewerbung einreichen muss, dann schaut man am besten auf den dazugehörigen Seiten bei der FES nach, wie zum Beispiel unter  www.fes.de oder https://www.fes.de/studienfoerderung/stipendienprogramme/start-zum-starken-abschluss.

Das schreibe ich deshalb, weil sich manchmal etwas an den Terminen ändern könnte oder formale Bestimmungen vielleicht auch veränderlich sind. Ich habe mich vor etwas mehr als einem Jahr beworben und weiß nicht, ob sich seither etwas an den Bestimmungen für die schriftliche Bewerbung geändert hat. Der restliche Ablauf ist aber noch derselbe.

Zweite Hürde

Zur Vorbereitung auf meine Bewerbung habe ich das Buch „Die Geheimnisse der Stipendiumsbewerbung“ von Korbinian Breu benutzt, was mir hier und da richtig geholfen hat. Besonders beim ausformulierten Lebenslauf und bei meinem Motivationsschreiben waren die Tipps sehr hilfreich, da ich davor so etwas noch nie gemacht habe. Bisher kannte ich eben nur einen tabellarischen Lebenslauf, weswegen ich nicht genau wusste, worauf man bei dem ausformulierten Lebenslauf achten sollte.

So habe ich gelernt, dass es beim Lebenslauf darum geht, authentisch, aber auch durchaus ausholender von seinem schulischen Werdegang und verschiedenen Engagements zu berichten und wie man sich dadurch auch selbst verändert hat etc. Ich selbst bin sehr aktiv im Sportverein, aber kein Mitglied der Jusos oder der SPD. Sehe mich nur an deren Politik deutlich näher, als an anderen. Dies unterstreicht auch, dass es kein Parteiengagement geben muss.

Im Motivationsschreiben solltet ihr auf jeden Fall gut darlegen, warum ihr gerade die FES ausgewählt habt und was ihr an der Stiftung interessant findet. Falls ihr da Infos braucht, einfach auf den Seiten der FES stöbern und Anregungen holen. Ebenso wäre es erwähnenswert, warum ihr euch bei einer sozialdemokratischen Stiftung bewerbt. Also was ist für euch Sozialdemokratie und wieso ist diese wichtig für euch.

Dritte Hürde

Wer die schriftliche Bewerbung erfolgreich gemeistert hat, muss sich auf zwei Auswahlgespräche vorbereiten. Auch hier gibt es im Buch einige gute Tipps zu typischen Fragen oder zum Dresscode.

Das erste Gespräch findet mit einem Vertrauensdozenten am Studienort statt und das Zweite mit einem Mitglied des Auswahlausschusses.

Im Internet kursieren einige Infos darüber, welches Gespräch wie abläuft und welcher Inhalt da jeweils angesprochen wird. Angeblich geht es beim ersten Gespräch hauptsächlich um den persönlichen Werdegang, die Studienwahl etc. Im zweiten Gespräch wird es dann deutlich fachlicher und ebenso muss man Sachfragen zur Politik oder Geschichte der SPD beantworten. Bei mir wurde in beiden Gesprächen über meinen Lebenslauf gesprochen und ebenso ging es beide Male auch um fachliche Fragen und die aktuelle Politik. Ich nehme an, dass es sich auch danach richtet, wer der jeweilige Gesprächspartner ist, da sich auch bei den Auswählenden für die Stiftung jeder für etwas anderes interessiert.

Bei beiden Gesprächen habe ich mich wohl gefühlt und es war eine nette Atmosphäre, obwohl ich natürlich extrem angespannt und nervös war.

Genaue Inhalte waren bei mir Rückfragen zu meinen politischen Einstellungen, mein soziales Engagement, meine Studienwahl, was ich damit mit Ende des Studiums machen will etc. Im zweiten Gespräch ging es dann auch um  aktuelle Politik und das Abrutschen der SPD bei den letzten Landtagswahlen in Baden-Württemberg.

Ich empfehle euch auf jeden Fall euch vor den Gesprächen auf alle Fragen zu eurem Lebenslauf Antworten parat zu haben (gerade wenn es irgendwelche Leerstellen gibt) und euch ebenso über die aktuellen Geschehnisse in und um Deutschland zu informieren. Also Zeitung lesen und Tagesschau angucken. Bei mir wurde es zwar nicht zu einem großen Thema, aber dennoch sollte man schon wissen, wer Friedrich Ebert war und etwas über die Geschichte der SPD wissen.

Bei mir hat es geklappt und ich bin seit Kurzem Stipendiat der FES und kann nun von den tollen Möglichkeiten der Stiftung profitieren. Von einem tollen Veranstaltungskalender, über ein geniales Netzwerk für Praktika und Co. hin zu der natürlich angenehmen finanziellen Förderung ist alles dabei.

Ich wünsche deshalb jedem eine erfolgreiche Bewerbung und kann als Tipp wirklich das Buch „Geheimnisse der Stipendiumsbewerbung“ empfehlen, da es mir super geholfen hat, da niemand aus meinem Umfeld je eine solche Bewerbung geschrieben hatte und ich total ahnungslos war. Und wenn man es mal im Verhältnis sieht, das Buch kostet 30 Euro und schon im ersten Monat bekommt man 300 Euro als Büchergeld wieder zurück. Das ist ja ein mega Deal.

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